Qualitative Methoden

Fokusgruppen

Fokusgruppen sind moderierte Diskussionsrunden in einer Gruppe. Durch den Einsatz einer speziell geschulten Moderatorin, wird in einer Gruppendiskussion eine bestimmte Thematik vertieft. Fokusgruppen haben gegenüber Leitfadeninterviews dann einen Vorteil, wenn man davon ausgehen kann, dass durch das Diskutieren in der Gruppe ein „Mehrwert“ bzw. „etwas Neues“ generiert wird.

Fokusgruppen sind vielfältig einsetzbar. Typische Anwendungsbereiche umfassen…:

  • die Ermittlung von Motiven, Ansichten und Überzeugungen (Was steckt hinter Meinungen und Einstellungen? Wie begründen Menschen ihre Entscheide?),
  • Produktetests (Wie werden neue Produkte oder Produktedesigns bei spezifischen Zielgruppen wahrgenommen?),
  • Optimierungen im gemeinsamen Arbeitsprozess mit B2B-Kunden: Wo kann die Dienstleistung verbessert werden, wo stockt der Prozess, wo ist zu viel Administration nötig,
  • Ideenfindung (Welche Ideen für die Weiterentwicklung bestehender Produkte entstehen in der Gruppe?) sowie
  • Analysen von Meinungsbildungsprozessen (Wie entsteht die Meinung in der Gruppe?)

Unsere Fokusgruppen bestehen üblicherweise aus fünf bis acht Teilnehmenden. Je nach Zielgruppe werden diese Personen durch unsere Auftraggeber oder durch uns rekrutiert. Die Teilnehmenden sollten sich i.d.R. nicht kennen. Die Moderatorin führt mit einem Leitfaden mit offenen Fragen durch die Diskussion. Wir empfehlen ein ausführliches Transkript oder ein kürzeres Gedächtnisprotokoll sowie Audioaufnahmen der Gruppendiskussion, um die Fokusgruppe auszuwerten und die gewonnenen Erkenntnisse in einen Bericht einfliessen zu lassen.

Fokusgruppen bieten folgende Vorteile:

Inspiration

Durch die Diskussion können sich neue Ideen entwickeln. Es findet eine Art „Brainstorming“ statt. Fokusgruppen sind besonders in frühen Entwicklungsstadien sinnvoll, in denen auch provisorische Ideen oder Entwürfe getestet werden können oder die Anforderungen an ein Produkt ermittelt werden sollen.

Transparenz

Fokusgruppen bieten Einblick in die Gedankengänge oder Erlebenswelten der Teilnehmenden.

Nachbefragung

Im Anschluss an die Gruppendiskussion kann eine Nachbefragung sicherstellen, dass die Teilnehmenden alles mitteilen konnten, was ihnen wichtig ist, also auch solche Themen, für die während der Gruppendiskussion keine Zeit blieb oder die sie in der Gruppe von sich aus nicht ansprechen wollten.

Haben Sie Fragen zu dieser Methode?
Wir beraten Sie gerne persönlich.

Jetzt anmelden:

Januar-Omnibus